Zurück zur Kino Übersicht Zurück ins Kino Archiv
Mulholland Drive
Deutscher Kinostart: 03.01.2002
Filmdaten: Genre: Thriller · Jahr: 2001 · Land: USA · Laufzeit: 145min · FSK: ab 12 Jahren

Regie: David Lynch
Schauspieler: Naomi Watrs, Laura Elena Harring, Justin Theroux, Ann Miller, Dan Hedaya

Studio / Filmverleih: Concorde Video
Kritikdaten: DVD · Deutschland

Naomi Watts zieht nach Hollywood, um dort ihr großes Glück zu finden, doch wird sie bald feststellen, dass nicht alles Gold ist was glänzt.

Hollywood. Mulholland Drive. Eine brünette Schönheit (Laura Harring) wird von ihren zwei Chauffeuren mit einer Waffe bedroht. Doch zu ihrem vermeintlichen Glück kollidiert ein Wagen angetrunkener Jugendlicher mit der Limousine und sie kann daraufhin fliehen. Seit dem Unfall leidet sie allerdings an Amnesie und kann sich nicht einmal mehr ihres Namens erinnern. Mit Mühe und Not schleppt sich die verwirrte Frau in den Vorgarten von Betty Elms (Naomi Watts) und versteckt sich in ihrer Wohnung.Betty, die auf die Wohnung ihrer Tante aufpasst, um in Hollywood ihre Karriere zu beginnen, ist zunächst geschockt, als sie die verängstige Frau in ihrer Dusche entdeckt, doch freundet sich schnell mit dieser an.

Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Ritas Identität, dieses gestaltet sich allerdings schwieriger als gedacht, da sich Rita nicht einmal ihres Namens erinnern kann und der Name "Rita"; von einem Kinoplakat entstammt. Unterdessen verzweifelt der Regisseur Adam Kesher (Justin Theroux) beim Casting einer weiblichen Hauptrolle, da zwei mysteriöse Männer ihn dazu zwingen die unbekannte Camilla Rhodes (Melissa George) zu engagieren, womit dieser gar nicht zufrieden ist. Doch wird sein Tag noch verrückter, als sich die Wege von Betty und Adam kreuzen. Derweil verwickeln sich die beiden Damen immer weiter in Ritas Vergangenheit, bis eine geheimnisvolle blaue Kiste die schreckliche Wahrheit enthüllt.


Hintergrund:

Anfänglich als ein Pilotfilm für eine Serie àla Twin Peaks (auch von Lynch) gedacht, musste der Regisseur das Ende des Films komplett verändern, da die Serie wegen ihrer düsteren Atmosphäre nicht fürs amerikanische Fernsehen geeignet war. Ein Jammer. Trotz des Regiepreises für Lynch in Cannes ist Mulholland Drive wie allen Lnych-Filmen kommerzieller Erfolg nicht vergönnt worden. Zum "besseren" Verständnis des Films hat David Lynch im Internet "10 Punkte" veröffentlicht, die man während des Filmes bedenken sollte, um jedes Geheimnis zu entschlüsseln. Zu finden sind diese Hinweise unter anderem auf Wikipedia.


Kritik:

Entweder mag man David-Lynch-Filme oder nicht und bei mir ist der Funke nach Mulholland Drive sofort übergesprungen. Es ist einfach genial wie alle noch so unwichtig erscheinenden Details zum Verstehen des Films beitragen und der Sinn des Filmes erst beim zweiten Ansehen deutlich wird. Wieder dabei sind natürlich auch die düstere Stimmung und die irrwitzigen Charaktere, die jedes Mal den Film zum Genuss machen. Jeder einzelne Schauspieler, aber allen voran Naomi Watts und Laura Harring, überzeugen in ihrer Darbeitung vollkommen und lassen den Zuschauer sofort in das Lynch-Universum hinabgleiten. Allerdings ist der Film nicht jedem zugänglich und keine seichte Abendunterhaltung. Zum Beispiel bietet schon allein das Intro, wichtige Hinweise zum besseren Verständnis, aber Lnych lässt dem geneigten Zuschauer sowieso keine ruhige Sekunde.


Fazit:

"Mulholland Drive" ist für jeden Lynchfan und Freund des gehobenen Films ein Muss. Das Ideenreichtum Lynchs und die genialen Kamera- einstellungen machen den Film zum Genuss. Es lässt sich trefflich nach dem Film mit seinen Bekannten über den Film diskutieren und die verschiedenen Interpretationsansätze austauschen, die zwingender Weise während des Films entstanden sind.

CS für Filmred.de
Zurück zur Kino Übersicht Zurück ins Kino Archiv

 © Filmred.de Filmredaktion Deutschland 2007 - Alle Rechte vorbehalten. Angaben ohne Gewähr.