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300
Deutscher Kinostart: 05.04.2007
Filmdaten: Genre: Action / Drama / Kriegsfilm · Jahr: 2006 · Land: USA · Laufzeit: 101min · FSK: ab 16 Jahren

Regie: Zack Synder
Schauspieler: Andy Lau, Tony Leung , Anthony Wong, Eric Tsang, Kelly Chen

Studio / Filmverleih: Warner Bros
Kritikdaten: Kinofassung · Deutschland

"300" - Moderne Allegorie auf den Irakkrieg der USA?

Die Jungen Spartas werden seit ihrer Geburt auf den Krieg vorbereitet, zu perfekten Kampfmaschinen ausgebildet. Schwache Glieder in der Kette sind nicht erlaubt. So ist es verständlich, dass Leonidas (Gerard Butler), König Spartas, gegen die Unterdrückung der Perser in den Krieg zieht. Doch da das spartanische Orakel sich gegen einen Krieg ausspricht, zieht Leonidas alleine mit 300 seiner besten Männer in den Kampf gegen Xerxes' (Rodrigo Santoro) Heerscharen. Derweil versucht seine Gattin, Königin Gorgo (Lena Headey) in Sparta, den Senat davon überzeugen, mehr Truppen zur Unterstützung der 300 zu liefern. Beides scheint hoffnungslos.


Hintergrund:

300 ist eine Verfilmung des 1998 erschienen Comics von Frank Miller, der auch die Vorlage zu Sin City lieferte. Der Film wurde (wie bereits Sin City) mit dem Digital-Blacklot-Verfahren realisiert. Der gesamte Film (bis auf eine kurze Szene zu Beginn) wurde vor Bluescreens gedreht und erst später die Landschaft und Umgebung darauf hinzugefügt. Auf der ganzen Welt erntete der Film sehr unterschiedliche Kritiken. Die Einen halten den Film für eine schlechte Irakkriegs-Propaganda, die Anderen für einen sehr guten Antikriegsfilm.



Kritik:

Mal abgesehen von der politischen Botschaft die viele hinter diesem Werk vermuten, muss man dem Film die geniale Grafik zu Gute kommen lassen, denn diese übertrifft so ziemlich alles was je im Kino lief. Jede Einstellung ein kleines Meisterwerk. Die Dialoge sind natürlich nicht oscarreif, aber auch nicht so schlecht wie im Vorfeld behauptet wurde. Meines Erachtens war dieser Film nicht propagandistischer als alle anderen Historienfilme àla Troja auch. Kritik am Krieg darf man natürlich auch nicht erwarten, doch ist man als Zuschauer von dem blutigen Gemetzel und der "kranken" Ideologie der Spartiaten nicht begeistert oder gar verständnisvoll.


Fazit:

Raues Kriegsdrama mit viel Blut, Action und einer genialen Grafik. Wer Sin City mochte, kann hier getrost reinschauen, doch sollte man keine ausgefeilten Dialoge oder Realismus erwarten.

CS für Filmred.de
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